Individuelle finanzielle Freiheit leben!

16.05.18 | fondsweb.de - Comgest Growth Japan - Renditevorteil dank Abenomics

(boerse-online) - Japan ist wieder angesagt. Die Abenomics genannte Wirtschafts- und Finanzpolitik hat die Konjunktur beflügelt und auch den Aktienmarkt in Schwung gebracht. Davon profitieren insbesondere Wachstumstitel sowie Fonds wie der Growth Japan, die auf solche Titel ausgerichtet sind. Von Ronny Kohl

Japan ist in den Fokus der Anleger gerückt. Nach vielen Jahren mittelmäßiger bis schwacher Wertzuwächse glänzt die Tokioter Börse wieder mit ansehnlichen Ergebnissen. Zuletzt legte der japanische TOPIX-Index über Wochen ununterbrochen zu. Das schärft das Interesse vieler Anleger, zumal verschiedene Top-Fonds bewiesen haben, dass sie in der Lage sind, die Indexergebnisse noch zu überbieten. Ein solcher Top-Fonds ist der Comgest Growth Japan, der in den vergangenen fünf Jahren annualisiert 19,79 Prozent p.a. zugelegt hat (per 31.03.2018). In Summe war das eine Wertsteigerung von fast 150 Prozent, während der Index "nur" um rund 80 Prozent angestiegen ist. Die Belohnung dafür: Euro-FondsNote 1.

Hintergrund des Erfolgs ist die Ausrichtung des Fonds auf Wachstumstitel, und zwar auf sogenannte Qualitätswachstumswerte, die seit einiger Zeit sehr gut laufen. Genauer gesagt seit Einführung der sogenannten Abenomics durch Japans Regierungschef Shinzo Abe. "Die Abenomics waren der Schlüssel zu höheren und qualitativ besseren Gewinnen", erklärt Wolfgang Fickus, Mitglied des Investment-Komitees des französischen Fondsanbieters Comgest. Seiner Ansicht nach hätten zudem "Abes Pfeile" einen spürbaren Anstieg der Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) sowie der Eigenkapitalrendite (ROE) japanischer Unternehmen bewirkt.

Mit "Abes Pfeilen" sind die Maßnahmen gemeint, mit denen die japanische Regierung die Wirtschaft der fernöstlichen Industrienation wieder in Schwung brachte: Eine lockere Geldpolitik, um Konsum und Investitionen anzukurbeln, der Ausbau von Infrastruktur und Bildungswesen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen, sowie strukturelle Reformen, um für mehr Flexibilität zu sorgen. Dieser Mix hat sich augenscheinlich bewährt.

"Mit ihren drei Pfeilen haben die Abenomics eine Entwicklung in den Unternehmen angestoßen, sodass Fortschritte möglich waren, trotz des weltweit bis 2016 ungünstigen Handels- und Investitionsklimas mit starkem Gegenwind für Japans offene Wirtschaft", führt Fickus aus. Und weiter: "Höhere Ausschüttungsquoten, vermehrte Aktienrückkäufe und eine um zehn Prozent gesenkte Unternehmenssteuer spielen den Aktionären in die Hände, denen auch steigende Vermögenswerte der Unternehmen zugutekommen." So hat sich nach Fickus Informationen die Eigenkapitalrendite japanischer Aktien zwischen 2012 und 2017 auf 10,7 Prozent nahezu verdoppelt, während sie im Rest der Welt im selben Zeitraum um zwei Prozentpunkte gesunken sei.

Das Gewinnwachstum japanischer Unternehmen wiederum zeichnete sich in den letzten fünf Jahren durch Beständigkeit und Qualität aus, wie Fickus betont. "Seit 1989 fielen die Gewinne in Japan immer wieder von einem Extrem ins andere. Die Folge war ein äußerst volatiler Trend ohne nennenswertes Gewinnwachstum." Doch seit fünf Jahren schlage das Pendel in Sachen Wachstum und Volatilität zugunsten japanischer Unternehmen aus. "Ihr Gewinnwachstum mit einer jährlichen Gesamtrate (CAGR) von 21 Prozent gegenüber 5,5 Prozent im Durchschnitt für den Rest der Welt ist nicht nur deutlich höher, sondern auch wesentlich weniger volatil", so Fickus. Gesamtwirtschaftlich zeige sich der Erfolg der Abenomics schließlich am "längsten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in den letzten 28 Jahren".

Für Anleger ist indes bedeutsamer, wie es an Japans Aktienmarkt nun weitergeht. Auch hier hat Fickus eine klare Meinung: Er rechnet für die Unternehmen im breiten TOPIX-100-Index in den nächsten zwei Jahren mit einem jährlichen Gewinnwachstum von 9,5 Prozent. Für die Titel im Fonds-Portfolio erwartet er demgegenüber ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 14 Prozent für zwei Jahre und für fünf Jahre von 13,5 Prozent. Die japanische Erfolgsstory dürfte dieser Einschätzung entsprechend also noch einige Zeit weitergehen.

Wodurch aber unterscheiden sich die Titel im Comgest-Fonds vom breiten Markt? Im Wesentlichen dadurch, dass sich die Comgest-Manager auf die genannten Qualitätswachstumstitel konzentrieren - also "qualitativ hochwertige Unternehmen mit langfristigem Wachstum". So sei der Fonds zurzeit in Qualitätsaktien aus dem Industrie- und High-Tech-Sektor investiert, wie beispielsweise Fanuc, Keyence, Daifuku, Komatsu, Nidec oder Shin-Etsu, wie Fickus aufzählt. Weitere Performance-Treiber seien auf die japanische Wirtschaft ausgerichtete Konsumgüterwerte wie Pola Orbis oder Start Today. Wesentliche Beteiligungen hält der Fonds überdies im Gesundheitsbereich, beispielsweise mit der Sysmex Corporation.

Für Value-Aktien, die ebenfalls in den führenden Indizes enthalten sind, hält Fickus indes die besten Zeiten vorerst für vorbei. Von 1989 bis 2011, begleitet durch Deflation, einer der schlimmsten Bankenkrisen und einer "sehr speziellen Form der Unternehmensführung", hätten Value-Titel regelmäßig besser abgeschnitten als das Growth-Segment, doch dann sei die Ära der Wachstumswerte angebrochen. "Seit 2012 weht ein anderer Wind", betont er, welcher einen Wandel der Unternehmenskultur herbeigeführt habe. Nippons Anlagethese für Aktienanleger heiße nun nicht länger "niedrige Rendite und niedriges Wachstum", sondern "hohe Rendite und hohes Wachstum". Optimale Bedingungen für Qualitätswachstumsanleger wie Comgest, so Fickus, die großen Wert auf freien Cashflow, Kapitalrendite und letztlich die Eigenkapitalrendite nach Steuern legen, weil dies die Rendite sei, anhand derer Aktionäre die Qualität der Gewinne beurteilen könnten.

Als erklärte Bottom-up-Stockpicker vertrauen die Manager des Comgest Growth Japan auf einen "ausgewogenen Mix aus Unternehmen, die auf den japanischen Markt ausgerichtet und relativ immun gegen globale Schwankungen sind, sowie aus solchen, die das Gros ihrer Gewinne im Ausland generieren". Darunter einerseits Unternehmen aus dem Small- und Mid-Cap-Bereich, der zurzeit rund 52 Prozent des Fondsportfolios ausmacht, und andererseits auch Exportunternehmen, "die seit vielen Jahren Erfahrung mit protektionistischen Handelspartnern und volatilen Währungen haben" und insofern auch mit den möglichen Folgen eines weltweit erschwerten Handels durch Importzölle und Beschränkungen zurechtkommen sollten. Das Fazit von Wolfgang Fickus lautet daher: "Im globalen Kontext, in dem nahezu alle Finanzanlagen teurer geworden sind, erscheint der japanische Aktienmarkt attraktiver denn je."

Der Comgest Growth Japan (ISIN: IE0004767087) wurde am 19.05.2000 aufgelegt und verwaltet ein Vermögen über alle Anlageklassen von 924 Millionen Euro (per 31.03.2018). Der Note-1-Fonds wird mit einem maximalen Ausgabeaufschlag von 4,0 Prozent angeboten, die laufenden jährlichen Kosten liegen bei 1,60 Prozent, ein Erfolgshonorar wird nicht erhoben. Die anfallenden Erträge des Fonds werden regelmäßig reinvestiert (thesauriert).



Quelle:
fondsweb.de



 
 

Zurück zum Newsindex